Als ich die Seifenblase blies,
ist es mir gelungen:
Eine, die ich fliegen ließ,
ist mir nicht zersprungen.
Übers Hausdach hat sie sich
vogelleicht geschwungen,
höher als die Amsel noch,
ist die darauf gesungen.
Über viele Gärten ist,
sie dahingeflogen,
blank und zart und wunderschön
wie der Regenbogen.
Hinter Büschen standen zwei,
wollten sich verhauen.
Sie vergaßen Zank und Streit,
mussten stehn und schauen.
Über grünes Wiesenland
flog die Seifenblase.
Has und Reh am Waldesrand
hoben ihre Nase.
Meine Seifenblase, flieg´
fröhlich in die Weite!
Flieg zu einer anderen Stadt,
grüße mir die Leute.
Josef Guggenmos